Presse-Stimmen


24. November 2018, Lokschuppen Treysa


Soul & Funk auf Deutsch – Rocktail im Lokschuppen Treysa
Die Schwalm liebt Bands mit eigenem Stil, eigenen Titeln und braucht nicht unbedingt die tausendste Coverband, die schlecht nachspielt. Das fing vor über 50 Jahren mit den Petards an, setzte sich mit der Nonos Free Band, Barbarossa und anderen Bands 50 Jahre lang fort.
Also war niemand im Lokschuppen in Schwalmstadt-Treysa am IC-Bahnhof enttäuscht, als Jörn Birkenstock von Rocktail ankündigte, dass keine Coverband auf der Bühne steht. Im Gegenteil!

Petards Drummer Arno Dittrich erkrankt
Apropos Petards: An den Drums von Rocktail sitzt normalerweise kein geringerer als Arno Dittrich, Schlagzeuger der Petards. Der hat sich aber die Hand gebrochen und wurde in Treysa von Ecki Feisel würdig vertreten.
Rocktail kommen aus Kassel und haben den Dreh gefunden, einen eigenen Stil zu entwickeln, der ankommt. Soul und Funk mit deutschen Texten ist auf den ersten Blick nicht das, was man von einer nordhessischen Band erwartet. Wer vermutet, dass „schwarze Rhythmen“ und Hochdeutsch sowieso nicht zusammenpassen, kennt die Überzeugungsgabe von Jörn Birkenstock (Gesang, Mundharmonika, Congas), Beatrice Przybilla (Gesang, Percussion), Chrissie Ahlers (Leadgitarre), Toby Hartmann (Rhythmusgitarre, Gesang), Markus Lebensieg (Bass) und Ecki Feisel (Schlagzeug) nicht.

Jede Menge Drive
Der Drive, für den Ecki, Toby und Markus ununterbrochen sorgen, die harte aber nicht aufdringliche und nie abhebende Sologitarre von Chrissie, sowie der ausgefeilte und individuelle, aber nicht eigensinnige Gesang von Jörn und Beatrice, sorgen für einen Sound, der kaum ruhig sitzen lässt und zum Mitbewegen provoziert. Die Frische und Unbefangenheit der Band riss auch das Publikum im Lokschuppen mit. Die Songs der aktuellen CD „Neue Zeiten“ standen im Mittelpunkt des Auftritts in Schwalmstadts Szenekneipe.
Doktor Doktor ist das Herzstück. Schwarz auf Weiß von Max Mutzke kommt als eins von zwei Coverstücken im Rocktail-Stil daher – also mit mehr Groove. Ein im wahrsten Sinne des Wortes „bewegendes“ Konzert von einer Band, die sonst auch auf großen Bühnen steht und dort bereits für Größen wie Laith Al-Deen, Glasperlenspiel oder Thomas Godoj die Bühnen und das Publikum „vorgewärmt“ haben. Diesmal auf der winzigen Bühne im Lokschuppen. (rs)

Link zur Kritik auf nh24.de


03. September 2018, Theaterstübchen in Kassel



Interview am 20.11.2017


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